Unsere Geschichte

Aus Begegnung wurde Verantwortung.

Am Anfang stand eine persönliche Verbindung zu Schulen in den Pare-Bergen. Daraus wuchs ein Projekt – und schließlich eine Stiftung, die Bildung langfristig möglich macht.

Die Geschichte entdecken
Prof. Dr. Eckart Schwerin im fachlichen Austausch mit Lehrerinnen in Tansania
Prof. Dr. Eckart SchwerinFachlicher Austausch in Tansania · 2008

1937–2009

Der Gründer

Ein Mensch, der Bildung weiterdachte.

Prof. Dr. Eckart Schwerin war Theologe, Pädagoge und leidenschaftlicher Wegbereiter evangelischer Schulen.

Nach vielen Jahren in Kirche, Wissenschaft und Schulstiftung verband er seine Erfahrung mit dem, was er in Tansania erlebte: engagierte Schulen, große Lernbereitschaft und ein Mangel an verlässlicher Ausstattung.

Noch 2009 stellte er sein privates Vermögen in den Dienst des Projekts und schuf damit die Grundlage für dessen Fortbestand. Zugleich vertraute er die weitere Verantwortung Menschen aus seinem persönlichen Umfeld an. So sollte seine Haltung über den eigenen Lebensweg hinaus bewahrt werden: Bildung braucht Verantwortung – und Menschen, die sie gemeinsam tragen.

Biografischer Eintrag der Universität Rostock

Stationen

Was über Jahre gewachsen ist.

Die Geschichte der Stiftung ist kein gerader Weg. Sie ist eine Folge von Begegnungen, gemeinsam gelösten Aufgaben und langfristigen Beziehungen.

2002–2004

Erste Reisen, erste Computerkabinette

Ab 2002 führten Prof. Dr. Eckart Schwerin und seine Mitstreiter wiederkehrende Projektreisen in die Pare-Berge. Die Begegnung mit der Manka Secondary School gab den entscheidenden Anstoß. Mit dem Projektstart 2004 begann an fünf Secondary Schools der Aufbau und die Pflege von Computerkabinetten: Die Schulen stellten Räume bereit, das Projekt installierte gespendete Rechner und Monitore aus Deutschland.

  • Erste Projektreisen ab 2002
  • Aufbau der Kabinette ab 2004
  • Fünf Secondary Schools

2005–2006

Bibliotheken, Fortbildungen und neue Perspektiven

Der Aufbau von Schülerbibliotheken erweiterte die Projektarbeit. Ab 2006 gehörten Fortbildungen für Informatiklehrkräfte zum wiederkehrenden Programm, damit die neue Technik im Unterricht verlässlich genutzt werden konnte. Gemeinsam mit den Schulen entstanden zudem eigene Informationsbroschüren; in Dindimo wurde das Teacher College unterstützt.

2009

Aus dem Projekt wird eine Stiftung

Die Computerkabinette wurden intern vernetzt und mit neuer Hard- und Software auf Basis von Linux ausgestattet. Im Wissen um seine schwere Erkrankung sorgte Eckart Schwerin zugleich dafür, dass sein Bildungsprojekt dauerhaft weitergeführt werden konnte. Mit seinem privaten Vermögen schuf er die finanzielle Grundlage der Stiftung und vertraute die weitere Verantwortung engen Weggefährtinnen und Weggefährten an. Nach seinem Tod am 30. April trat die Stiftungssatzung am 16. Juli 2009 in Kraft.

2011–2017

Reisen, Wartung und Schulpartnerschaften

Das Projektteam setzte die regelmäßigen Reisen fort. Computerkabinette wurden gewartet, Server aktualisiert und defekte oder überalterte Technik ausgetauscht. 2015 wurde das Kabinett in Usangi umgerüstet; 2016 folgten umfangreiche Arbeiten in Shighatini und Manka – auf der bereits 17. Reise des Teams. Zugleich wuchsen die Schulpartnerschaften und der persönliche Austausch, besonders zwischen Usangi und Wittenburg.

  • Wartung und Server-Updates
  • Neue Kabinette 2015/2016
  • 17. Projektreise im Jahr 2016

2023

Abschied und Verantwortung

Mit Dr. Martina Reemtsma verlor die Stiftung ihre langjährige Vorstandsvorsitzende, Freundin und Wegbegleiterin. Die Projektreise und der Kilimandscharo-Marathon wurden zu einem Zeichen des Gedenkens. Michael Fischer übernahm den Vorstandsvorsitz; Marcus Szymanski kam neu in den Vorstand.

2023–2024

Wasser und sichere Lernorte

An der Usangi Girls Secondary School wurde ein Wasserprojekt zugesagt. Zugleich plante die Stiftung notwendige Sanierungen, damit Schülerinnen in einer sicheren und förderlichen Umgebung lernen können.

2026

Ein neues Labor für Manka

Die naturwissenschaftlichen Räume der Manka Secondary School werden erneuert. Im Juli war die Renovierung zu 98 Prozent abgeschlossen; Laborgeräte und Chemikalien bilden den nächsten Schritt. So wird aus einer frühen Verbindung erneut eine konkrete Zukunftschance.

Historische Eckdaten nach der bisherigen Stiftungswebsite, dem kirchlichen Amtsblatt und dem Universitätsarchiv Rostock.

Bisher dokumentierte Bilanz

Wirkung, die zählbar wird.

Diese Zahlen stammen aus der bisherigen Homepage. Sie zeigen einen historischen Zwischenstand und werden künftig um neue Maßnahmen ergänzt.

450Computer installiert
65EDV-Fortbildungen für Lehrkräfte
4.875Schulbücher verteilt
520Teamtage direkt vor Ort

Menschen, die uns geprägt haben

Erinnerung bleibt Teil unseres Weges.

1937–2009

Prof. Dr. Eckart Schwerin

Gründer, Wegbereiter und Namensgeber. Seine Überzeugung, dass gute Bildung Zukunft eröffnet, trägt die Stiftung bis heute.

Dr. Martina Reemtsma
Dr. Martina Reemtsma · Foto: privat, veröffentlicht durch die Stiftung Deutscher Pferdesport
1966–2023

Dr. Martina Reemtsma

Als langjährige Vorstandsvorsitzende, Freundin und Wegbegleiterin prägte Martina Reemtsma die Stiftung mit Tatkraft und großer persönlicher Verbundenheit. Die Kinderärztin verband Familie, Beruf und ein vielseitiges ehrenamtliches Engagement.

Nach ihrem Tod am 11. Februar 2023 wurde die folgende Projektreise zu einer Reise voller Erinnerungen. Auch der Kilimandscharo-Marathon stand als Spendenlauf im Zeichen ihres Andenkens und der gemeinsamen Arbeit für die Schulen.

Die Geschichte geht weiter

Aus Herkunft wird Zukunft.

Heute setzt die Stiftung diese Verantwortung mit konkreten Bildungsprojekten in Manka und Usangi fort.